Totgesagte leben länger!

Autor: Erich Ed. Müller.

Das Radio ist tot. Von allen Seiten hört man mittlerweilen, die Ära des sogennanten “linearen” Radios neige sich ihrem Ende entgegen. Lineares Radio ist jenes, das Sie (hoffentlich) täglich hören. Die Statistik zeigt es deutlich: Über 85% der Schweizer Bevölkerung hört Radio und beileibe nicht nur SRF. Obwohl bei den grossen kommerziellen privaten Radios die Reichweiten stagnieren oder rückläufig sind, nehmen sie bei den kleinen Anbietern tendenziell eher zu. Und das wird wohl auch noch eine gute Zeitlang so bleiben. Aber die Aussage, “das Radio ist tot” bezieht sich wohl eher auf die Zukunft. Trotzdem, Erosionserscheinungen am Radiohimmel sind höchstens bei den Werbeeinnahmen auszumachen.
Zwar wartet die Musikindustrie inzwischen mit allerlei raffinierten Anwendungen für die Verbraucher auf – die Digitalisierung ist bereits weit fortgeschritten – trotzdem  lassen sich auch die Jungen kaum davon abhalten, zumindest gelegentlich Radio zu hören. Die Streamingdienste sind also nicht das Mass aller Dinge.
Man erinnere sich, als der PC eingeführt wurde, orakelten viele, dass dies der Anfang des papierlosen Büros sei. Gekommen ist es anders. Noch nie wurde trotz oder wegen dem Computer so viel Papier bedruckt wie heute. Ähnlich verhält es sich mit den Büchern. Auch hier wurde infolge der Digitalisierung der frühe Untergang des Buches vorausgesagt. Tatsache ist, täglich erscheint eine horrende Zahl neuer Bücher auf dem Markt.
Das gute alte Radio hat also wohl noch lange nicht ausgedient.

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