Der „Polituhu“ eine regelmässige Wochensendung auf Kanal8610.

Autor: Erich Ed. Müller

Um was geht es? „Polituhu“ ist der Name der wöchentlich sonntäglichen Sendung von Toni Melliger. Er suchte sich diesen Namen selber aus und begründet ihn mit dem „Uhu, der den Rundblick“ hat.

Toni Melliger, der Redaktor der Sendung ist Politologe und war mehr als 20 Jahre lang Gemeinderat und Gemeindepräsident von Rüti. Mit ihm hat Kanal8610 einen kompetenten Experten im Boot.

Die vollstänndige Sendung hö ren Sie am Sonntag, 4. November 2018, 12.00 Uhr auf Kanal8610.

Die Themen der Sendung Polituhu vom Sonntag, 4. November 2018:„Kommunales“

  • „Kommunales“

Bei einem Besuch im Ausbildungszentrum der Gebäudeversicherung des Kantons in Andelfingen konnte ich eine interessante Diskussion von mehreren Feuerwehrkadern mitverfolgen. Thema war, wie kann man die in vielen Feuerwehren fehlenden Bestände auffüllen? Wie können Frauen und Männer motiviert werden, sich für diese verantwortungsvolle Aufgabe zu engagieren? Unisono war die Antwort, dass mit Geld allein; d.h. mit höheren Entschädigungen, die Defizite in den Beständen  nicht behoben werden können. Der Beitritt ist zwar freiwillig, aber nachher folgen ca. 16 Abendübungen und weitere Trainings nebst den eigentlichen Ernstfalleinsätzen. Ein sehr hohes zeitliches Engagement. Viele Leute schrecken diese Verpflichtungen ab. Nebst diesem arbeiten sehr viele Personen ausserhalb ihres Wohnortes und sind daher nur mit grosser Zeitverzögerung einsatzbereit, aber auch zahlreiche Arbeitgeber sind nicht (mehr) bereit ihr Mitarbeitenden so einfach freizustellen. Was aber für die Feuerwehr und ihre Rekrutierungsschwirigkeiten gilt, gilt für praktisch alle freiwilligen, milizmässigen Tätigkeiten. Behördenämter, Vereine und Organisationen unterschiedlichster Art. In Zukunft ein gewichtiges, gesellschaftliches Problem.

 

  • „Kantonales“

Im Kantonsrat waren vergangene Woche gleich mehrere gesundheitspolitische Themen auf dem Tisch. Der Regierungsrat musste dem Rat einen Bericht zum Thema „Geburt ohne Ärzte vorlegen. Weite Teile des Rates waren damit aber nicht zufrieden. Der Regierung wird vorgeworfen, dass sie keine klaren Zuständigkeiten der Hebammen formuliert habe, den Spielraum der Geburtshäuser einschränken wolle etc. Die Regierung muss nun einen Ergänzungsbericht erarbeiten und wird diesen wahrscheinlich im nächsten Sommer vorlegen.

Seit dem 1. Januar hat der Kanton Zürich einen einheitlichen ärztlichen Notfalldienst. Wahrgenommen durch eine Tochtergesellschaft der Kant. Aerztegesellschaft. Kritisiert wird nun, dass die Gesundheitsdirektion – entgegen dem Submissionsrecht – dieser Gesellschaft direkt den Auftrag erteilt hat und mit gut 7 Mio. Franken finanziert. Verlangt wird weiter, dass die Gemeinden ihren Notfalldienst- Anbieter frei wählen können und dass der Gemeinebeitrag auf max. 2.-/Einwohner beschränkt wird. Nachsitzen und nacharbeiten ist gefordert. Ein weitere abfuhr wurde der Gesundheitsstudie „HoPP Zürich“ erteilt. Damit wollte die GD den Gesundheitszustand von 20‘000 ZürcherInnen während 25 Jahren erfassen und analysieren.  Doch 20 Mio. sind schlicht Zuviel dafür. Und die gewünschte Finanzierung mittels Beitrag aus dem Lotteriefond kommt schon gar nicht in Frage.

 

  • „Eidgenössisches“

Die abtretenden Mitglieder des Bundesrates hatten Presseauftritte unterschiedlichster Art. BR Schneider-Ammann musste seine gewollte Waffenexport-Geschichte zurückziehen. Der politische Druck wurde für dieses sehr umstrittene Vorhaben zu gross. Realisierungschance äusserst gering

Anders Doris Leuthard. Sie zeigte auf, wo bis 2035 welche Bahninfrastruktur ausgebaut werden soll. Volumen von rund 12 Mia. Auch der Kanton Zürich soll davon profitieren können. Endlich – nach Jahrzehnten des Wartens – soll der Tunnel bei Brütten realisiert werden. Verbindung in die Ostschweiz wird dadurch eine klare Verbesserung erfahren. Der Bahnhof Stadelhofen soll ein viertes Gleis erhalten und schliesslich und endlich soll das Nadelöhr im Aathal geöffnet werden. Insgesamt verspricht dies einen weiteren Ausbauschritt des S-Bahn Systems.

 

 

  • „Internationales“

Nach den Wahlschlappen in Bayern und Hessen hat nun Angela Merkel realtiv deutlich ihren schrittweisen Rückzug aus der Politik angekündigt. Im Dezember will sie den Parteivorsitz abgeben. Die Amtszeit will sie noch zu Ende führen und danach keine politischen Mandate annehmen. Wir werden sehen ob sie diese Legislatur noch durchstehen kann, ist doch die Koalition mit der SPD zur Zitterpartie geworden. Auch ist unklar, ob jetzt die Parteiinternen Querelen und Vorwürfe verklingen oder aber die zunehmende Kritik an ihrer Politik anhält.

Brasilien hat gewählt und weit nach rechts abrutschen. Wenn man dem Wahlprogramm von Präsident Bolsonar Glauben schenken darf, dann wird sehr ähnlich wie den USA der Ruf nach „low and order“ umgesetzt werden.

Auch zeigen seine Wahlankündigungen tendenziell diktatorische Ansätze. Die nächsten Monate werden Klarheit bringen (müssen).

 

 

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