Machen Selfies unglücklich?

 Von Sandro Pianzola.

Mag durchaus sein, dass eine gewisse Generation nicht genau weiss, was ein Selfie ist. Bei der Zahnspangen-Generation und jener, die nicht mehr in die Schulzahnklinik müssen, gehört das selbstgeknipste Bildli mit seinem Handy zum Alltag. Es sei mal nüchtern die Frage erlaubt: Machen Selfies wirklich unglücklich?

 Narzisstisch, selbstverliebt, Handy-süchtig, nach Aufmerksamkeit haschend, Bestätigung suchend, eifersüchtig machen – die «Generation Selfie» muss sich heute einiges an Kritik gefallen lassen. Doch um das Verhalten jenen erklären zu können, die in den Selfies keinen Sinn sehen, haben sich kanadische und australische Psychologinnen diesem Thema angenommen. Dabei kam die Befürchtung auf, dass Damen, die sich selbst ablichten und dann Ihre Bildli in den Sozialen Plattformen der Welt präsentieren, unglücklich und unzufrieden über Ihren Körper werden können. Speziell wird diese Befürchtung noch verstärkt, wenn Kommentare wie «…hast etwas zugenommen?» oder «…man sieht jetzt doch deutlich, dass Du 25 Jahre alt geworden bist…» hinzugefügt werden. 

Insgesamt 110 Damen im Alter zwischen 16 und 29 Jahren wurden beobachtet, um dieser brennenden Frage nachgehen zu können. Keine Frage, dass alle Damen ein Facebook oder ein ähnliches Account haben, um den Freunden und der halben Welt aufzeigen zu können, was sie denn den lieben langen Tag alles anstellen. Die Damen wurden in drei Gruppen unterteilt und mussten auf verschiedene Arten und Möglichkeiten ihre Selfies auf die Accounts aufladen.

 Für die Forscher und selbstverständlich auch für die halbe Welt ist es beängstigend, dass bei vielen eine deutliche Ängstlichkeit und Unzufriedenheit über ihre Attraktivität bereit machten. Die Studie kam zur Erkenntnis, dass alleine schon ein einziges Selfie das Befinden der Person verschlechtern kann. Von einem angekratzten Selbstvertrauen darf aber noch nicht gesprochen werden. Diese doch schon fast bedrohende Gefahr der «Generation Selfie» kann noch weiterreichende Konsequenzen mit sich ziehen. Selbstzweifel bis hin zu Essstörungen könnten das Resultat noch verschlimmern.

 Auch wenn durch die Sozialen Medien und Netzwerke sich die Menschen näher fühlen oder kommen, wollen viele sich besser verbunden fühlen, was wiederum zu einem grösseren Wohlbefinden führen kann. Naja, ein Wechselbad der Gefühle, wie dies schon einige Generationen zuvor auch durchlebt haben, ohne Slfies. Aber dank den heutigen Möglichkeiten weiss es eben die halbe Welt. Eine Frage bleibt unbeantwortet durch die Forscher: Wen interessieren denn die Selfies?

 

 



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