Lifestyle

Frisches – fast wie daheim.

Autor: Sandro Pianzola

Der «Koch des Jahres», welcher jährlich vom «Gault Millau» erkoren wird, schöpft im Luxus-5-Sterne-Hotel aus dem Vollen. Perfektion bis aufs kleinste Kerbelblättchen wird die Feinschmeckerküche zelebriert. Gilles Moser, neu seit November 2018 Gastgeber im abends gottverlassenen Hinteregg am Pfannenstil, kann von solchen Ehren nur träumen. Aber träumt er von solchen aufwendigen und teuren Bestrebungen? Nein.

 

Er zelebriert eine frische Marktküche, wo sich entlang der Forchbahn und an der Hauptstrasse kein Passant in das abends schön geschmückte Restaurant verirrt. Verirren werden Sie sich im «Grütli» so oder so nicht. Hierher gehen Sie geniessen, weil es weit und breit nur wenige Gaststätten dieser Art gibt. Noch ein Geheimtipp, denn Gilles Moser weiss: «Die beste Werbung ist die „Mund-zu-Mund-Propaganda“».

 

Im «Grütli» wird nur marktfrisches aufgetischt: Schweizer Fleisch ist Pflicht, der Fisch wird in Griechenland aus dem Wasser gezogen. Die Speisekarte ist knapp gehalten und darum fallen Dinge auf, die für das Zürcher Oberland und den Pfannenstil eine Bereicherung darstellt. Ein tägliches Mittagessen – frisch zwischen 11.30 und 14 Uhr zubereitet – überrascht mit einem Menü-Paket mit Vorspeise, Hauptgang und Kaffee oder Espresso zum Abschluss. Und das alles zu einem sensationellen Preis von unter 20 Franken. Täglich zwei Tageshits unter 30 Franken wie z.B. Chalbsläberli am Balsamico-Jus und Knusper-Rösti oder ein gebratenes Doradenfilet an mediterranen Aromen auf Gemüse-Ragout und Gnocchi. Mit diesem «Kennenlern-Angebot» ist das «Grütli» nicht mehr lange ein Geheimtipp. Das Konzept von Gilles Moser ist einfach: «Das Frische frisch zubereitet». Erfahrung sammelte der Gastwirt unter anderem in der Bindella-Organisation und führte für zwei Jahre das «Terrasse» am Zürcher Bellevue.

 

Kreative Vorspeisen wie «Büffel-Mozzarella (Burrata) Cherry-Tomaten-Salat oder Power-Salat mit Quinoa, Avocado, Kernen und Granatapfel eröffnen die Speisekarte. Heute Abend kriegen wir die perfekt zubereiteten Chalbsläberli an Kräutern und Rösti, ohne Vorspeisen. Sehr spannend sind die Fleischgerichte aus dem «Beefer». Der «Beefer» arbeitet ausschliesslich mit Oberhitze und erreicht eine Temperatur von bis zu 800 Grad Celsius. Zubereitet werden Kalbsfilet, Rindsfilet, Lammracks und «Dry Aged» Schweinekotelett. Passend dazu verschiedene Saucen und ein Kartoffel-Gratin. Ein Geschmackserlebnis für den Fleischliebhaber. Das Kotelett ist aussen knusprig, innen aromatisch, saftig und vor allem butter-zart. Ein Genuss. Der Gratin schmilzt am Gaumen und das marktfrische Gemüse überzeugt mit Biss und seinen Aromen.

 

Und wieso schreiben wir dies alles im Magazin «my-online-24.net»? Wir sind überzeugt, dass Gilles Mosers «Grütli» noch ein Geheimtipp ist und Sie als Leser davon profitieren dürfen. Das Gute sei erzählt, das Durchschnittliche kann man vergessen.

 

Restaurant Grütli, Forchstrasse 191, 8132 Hinteregg, Telefon 044 984 11 44, www.s-gruetli.ch, täglich geöffnet, montags/samstags ab 17 Uhr.

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