Martin Zimrmann kommt mit den Stücken HALLO und EINS ZWEI DREI nach Zürich.

Mitg. Clowns: die letzten Punks

Jean Paul Gaultier, Isabelle Huppert, Jane Birkin und Prinzessin Stephanie von Monaco, sie alle haben schon Kreationen vom Schweizer Theatermacher, Choreograf und Clown Martin Zimmermann gesehen. Jetzt zeigt Zimmermann nach einer Welttournee gleich zwei seiner gefeierten Produktionen im Zürcher Maag Areal.

Martin Zimmermann, Choreograf und Regisseur, Bewegungskünstler und Bühnenbildner, steht seit rund 20 Jahren auf der Bühne. Schwarzer Humor und Tiefsinn, Artistik und Choreografie, dies zeichnen die Produktionen von Martin Zimmermann aus. Seine Inszenierungen finden weltweit grossen Anklang, sei es in Paris, London, Tokio oder New York. Denn seine spektakulären Bühnenbilder, seine Konstrukte ohne Worte, mit Musik und Geräuschkulissen, sowie die tragisch-komischen Figuren inmitten wundersamen Raum-verwandlungen, setzen Emotionen frei. Zimmermann zeigt die verschiedenen Facetten eines Menschen, die liebenswerten sowie die abgründigen. Die Bühne ist sein Schauplatz, wo er alle in ihm schlummernden Figuren zum Leben erweckt. «Mit meiner Arbeit möchte ich Emotionen wecken, die Menschen berühren, sie zum Lachen und Weinen bewegen. Das alles kann ein Clown. Der Clown spielt keine Rolle wie ein Schauspieler. Er ist was er zeigt. Er ist der letzte Punk von heute.»

Nach erfolgreichem Abschluss seiner Welttournee, führt Martin Zimmermann sein gefeiertes Stück EINS ZWEI DREI (08. bis 11. November 2019) sowie sein Solostück HALLO (14. bis 16. November 2019) im Maag Areal Zürich auf.

Und hier noch einige persönliche Zitate Martin Zimmermanns zum Credo eines modernen, stummen Clowns: «Ich gehe auf die Verwirrung zu.» «Ich warte ab, bis die Objekte mich finden.» «Ich bin keine Dechiffriermaschine.» «Der Clown ist der Punk von heute.»

EINS ZWEI DREI.

Kreiert von: Martin Zimmermann / Interpretiert von: Tarek Halaby, Dimitri Jourde, Romeau Runa und Collin Valon. Der Pianist Colin Vallon hat die Bühnenmusik komponiert und begleitet das Geschehen live mit Klavierklängen. Dauer: 1h 30 / Alter: ab 10 Jahren / Video: https://www.youtube.com/watch?v=0SF3bvN3AJg

Im Stück EINS ZWEI DREI inszeniert Martin Zimmermann ein Clown-Trio vor der Kulisse eines ultra modernen Museums. Das Werk widmet sich der zentralen Frage wie ein Clown heutzutage verstanden und im zeitgenössischen Theater inszeniert werden kann. Die heutige Gesellschaft wird auf drei Figuren heruntergebrochen: der Weissclown, August und der verrückte Dritte «contre-pitre». Das verworrene Verhältnis des eitlen, gebildeten sowie besserwisserischen Weissclowns, dem warmherzigen August und dem Punk «contre-pitre» widerspiegelt die ganze Komplexität, Poesie und Gewalt heutiger Beziehungen und Machtkämpfe. Das Museum als Spielort versinnbildlicht den Spiegel der Gesellschaft. Es ist ein neutraler Ort, mit einem eigenen Wertesystem. Jeder weiss wie man sich zu verhalten hat und befolgt die Gebote. Doch «contre-pitre» bringt alles durcheinander. Er steht für die Freiheit, die Anarchie und die Kreativität. In EINS ZWEI DREI verschmelzen die drei virtuosen Tänzer und Schauspieler Tarek Halaby, Dimitri Jourde und Romeau Runa mit den Klavierklängen des Pianisten Colin Vallon und dem spektakulären Bühnenbild zu einem Gesamtkunstwerk.

HALLO.

Kreiert und interpretiert von: Martin Zimmermann, Dauer: 1h 10 / Alter: ab 10 Jahren / Video: https://www.youtube.com/watch?v=8H9ZGZGmkhA

In Martin Zimmermanns Solostück HALLO wird das Innerste seines Selbst mit all seinen zahlreichen Facetten nach aussen gestülpt. Der Bewegungskünstler und Clown versucht seine bizarren Gedanken zu bändigen und seine Emotionen einzuordnen – getrieben vom Wunsch das zu werden, was er zu sein scheint. Er schafft sich durch das schaufensterartige Bühnenbild einen Rahmen um sich selbst auszustellen. Doch dies scheint kniffliger als angenommen. Der vermeintlich statische Rahmen, die Scheinwelt, kommt ins Wanken. Objekte werden lebendig, die Grenze zwischen Fiktion und Realität zerfliesst und Magie erfüllt den Raum. Es ist genau dieser Zustand, der die in Martin Zimmermann schlummernden Figuren sowie das Publikum näher zu sich selbst bringt.

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